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Emder Zeitung vom 1. Juli 2008
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| Leserbrief vom 1. Juli 2008 |
Leserbrief an die EZ zum Artikel über den sich bildenden Tornado über Emden:
Nach drei Minuten war von der Rotation nichts mehr zu erkennen
Als Tornado bezeichnet man eine sich drehende Luftbewegung nur dann, wenn diese von der Wolkenuntergrenze bis zum Erdboden reicht. Wenn sich aus der Drehbewegung der Wolke ein kleiner
Trichter bildet, dieser jedoch nicht den Erdboden berührt, wird das auch als „Funnel“ (engl. für Trichter) bezeichnet.
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| EZ-Artikel vom 24. Juni 2008 |
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Das Gebilde, welches sich über Emden befand, blieb über die gesamte Zeit stabil. Ich selbst konnte sehen, wie anfangs die Wolken begannen, sich entgegen
dem Uhrzeigersinn in einem kleineren Bereich zu drehen. Jedoch dauerte es nur ca. drei Minuten und nichts war von der Rotation mehr zu erkennen.
Dieses Verhalten tritt bei Gewittern häufiger auf und ist kein sicheres Anzeichen für einen Tornado. |
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Bei Superzellen (kompakte Gewitterformationen zum Teil aus mehreren zusammengeschlossenen Gewittern bestehend), wie sie nicht nur in den USA, sondern auch bei uns und
sonst auch in der gesamten Welt vorkommen, entstehen stärkere Tornados meißt nur in einem sehr abgegrenzten Bereich in der Nähe von sogenannten „Wallclouds“. Diese sich
stark abgrenzende Wolkenformation ist deutlich zu erkennen, da ihre Wolkenbasis tiefer als die der anderen Wolken liegt. Oft an dieser Stelle durchzogen von starken Blitzeinschlägen
entwickeln sich besonders hier die gefürchteten Großtromben (Tornados). Sie sind in Mitteleuropa jedoch weniger anzutreffen und standen auch nicht bei dem Gewitter am vergangenen
Sonntag zur Diskussion, wie Jörg Deuber vom Deutschen Wetterdienst in Emden sachlich korrekt geschildert hat.
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Die starken Windböen, welche beim Eintreffen des Gewitters erfolgten, entstehen durch die Abwindbereiche der Gewitterwolke. Die Wolke selbst zieht die Luft unmerklich aus
der Umgebung an, welche in die Höhe getragen wird und durch Abkühlung in den oberen Luftschichten an den Wolkenaußenseiten wieder nach unten fällt. Die Windzunahme hatte keinen
Zusammenhang mit dem Wetterereignis gehabt.
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Nach den eher ungewöhnlichen Wetterereignissen begleitet von größeren Hagelkörnern löst der Bericht über dieses Naturereignis sicherlich neuen Gesprächsstoff aus, jedoch ging
zu keiner Zeit eine Gefahr von dem sich drehenden Wolkenwirbel aus.
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Thomas Lison
Emden, 24.06.08
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