Alle Jahre wieder stellt man sich die Frage, ob es an Weihnachten endlich mal wieder schneien wird. Nicht nur die Freude über den geschmückten Weihnachtsbaum und den Geschenken darunter
kann die Atmosphäre steigern, sondern auch der schöne Anblick der weißen Pracht.
Schneehöhe zu Weihnachten
Zu Weißen Weihnachten hatte es zum Glück dank der hohen Neuschneemengen vor Heilig Abend im Jahr 2009 gereicht. Die folgende Grafik zeigt die Schneehöhenentwicklung der Weihnachtstage.
Der nachfolgende Text und die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung der Wetterprognose von Weihnachten 2009:
Modellkarten für Weihnachten
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| Ensemble Hamburg |
Ensemble Berlin |
Luftdruckkarte 24. Dez. |
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| Schneemenge 24. Dez. |
Regenfall 22. Dez. |
Max. Temperatur 24. Dez. |
Bildquelle: Wetteronline.de - Wetter3.de - Wetterzentrale.de
Interpretation
Mit den neuen frischen GFS-Modellrechnungen ist ein Blick in Richtung Weihnachten möglich. Zunächst schauen wir uns das Ensemble für Hamburg und Berlin an. Ein Ensemble verbindet mehrere Vorhersagemodelle und Durchläufe in ein Diagramm, womit die Unsicherheiten der Wettervorhersage
besser eingeschätzt werden kann. Die oberen Kurven stellen die Temperatur in 2m Höhe dar, die unteren Kurven die Windgeschwindigkeiten, welche wir hier vernachlässigen können.
Noch halten sich die Temperaturen beständig unterhalb vom Gefrierpunkt. Allerdings weisen die Kurven ab dem 20. Dezember wieder eine Steigung auf, welche nachhaltig die Temperaturen im Plusbereich anzeigt.
Auch das Berliner Ensemble sieht nicht viel besser aus. Hier wird die Entwicklung noch deutlicher gezeigt. Es gibt zu Weihnachten mehrere Ausreißer in den Plusbereich, welche die Hoffnung auf weiße Weihnachten gefährden könnten.
Die Mittelwertkurve bleibt in beiden Ensembles knapp in Höhe der 0 Grad-Grenze zu Heilig Abend, nur besteht dahingehend die Gefahr, dass der meiste Schnee über die Zeit vom 20. Dez. bis zum 24. Dez. schon wieder taut.
Die Luftdruckkarte vom 24. Dezember kann uns die Windverhältnisse und Strömungen zeigen. Das GFS-Modell ist sich sicher, dass wir zu Weihnachten unter Hochdruckeinfluss Tiefdruckeinfluss liegen. Die Windströme bei einem Hochdruckgebiet Tiefdruckgebiet
verlaufen mit gegen dem Uhrzeigersinn um das Zentrum. Wenn man sich die Isobaren anschaut, erkennt man eine südwestliche südliche Luftströmung. Das hat den Nachteil, dass wir nicht mehr unter dem Einfluss von arktischer Polarluft stehen könnten,
und die Vermutung der Ensembles weiter unterstützt, dass die Temperaturen in der Weihnachtswoche wieder steigen werden.
Am 22. Dezember zeichnet sich noch ein neues Regengebiet ab. Je nach dem, wie die Wetterverhältnisse stehen, könnte es schneien, unter Berücksichtigung der Annahme, dass es ab dem 20. Dezember wieder wärmer wird, jedoch regnen. Wird letzteres eintreten, was nach den Schätzungen realistischer ist, dann wird der Regen die letzten Hoffnungen auf weiße Weihnachten zerstören.
Zum Schluss noch eine Sicht auf die Maximaltemperaturen am 24. Dezember. Knackig kalt wird es nicht mehr werden. Nur noch vereinzelt könnte es im Flachland zu Höchsttemperaturen unterhalb vom Gefrierpunkt kommen, aber weitaus realistischer bleibt die Aussage, dass wir wieder Plusgrade haben werden.
Auch wenn die Chancen auf Neuschnee in den nächsten Tagen gering sind, besteht durch die hohe Schneemenge der letzten Tage durchaus eine hoffnungsvolle Chance auf Weiße Weihnachten. Ein Teil der bisherigen Schneemenge mag abschmelzen, dennoch nicht alles bis Weinachten. Von daher steigt die Wahrscheinlichkeit auf 90% für Ostfriesland an.
Anmerkungen: Update vom 20. Dezember 2009
Schneewahrscheinlichkeit
Die Wahrscheinlichkeit auf Weiße Weihnachten sieht folgendermaßen für Ostfriesland aus:

Statistische Einschätzung
Das folgende Schaubild zeigt deutlich, dass der Begriff "Weiße Weihnachten" fast schon ein Mythos ist. Der Wahrscheinlichkeit nach liegt die Chance in Norddeutschland bei fast gleich Null.
Auch der Referenzort München zeigt Schwächen. Statistisch gibt es hier höhere Erwartungen an Heilig Abend, wenn auch nur gering.
Vertrauenswürdig bleibt die Aussage auf eine "Weiße Weihnacht" nur auf dem Brocken. Nicht nur als das nördlichste Mittelgebirge Deutschlands sondern auch als ein gutes Skigebiet bekannt, ist
eindeutig, dass die norddeutsche Tiefebene damit nicht mithalten kann.

Dennoch ist dies nur eine Statistik. Für die nächsten Tage werden wieder kältere Temperaturen vorausgesagt. Wie lange und in welchem Umfang die Kälteperiode anhält ist noch unklar. Aber die
Möglichkeit auf "Weiße Weihnachten" steigt dadurch wieder an.
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